Ein 20-jähriger Mann hat am Samstag im Hauptbahnhof Halle (Saale) einen tätlichen Angriff auf Bundespolizisten verübt, nachdem er im Zug eingeschlafen war und auf ein Weckversuch nicht reagierte.

Vorfall im Regionalexpress

Am 21. März 2026, als ein Regionalexpress von Halberstadt in Richtung Halle (Saale) unterwegs war, schlief ein 20-jähriger Mann tief und fest im Zug. Nachdem der Zugbegleiter überprüfte, dass alle Fahrgäste den Zug verlassen hatten, stellte er den schlafenden Passagier fest und verständigte um 17:16 Uhr die Bundespolizei.

Einsatz der Bundespolizei

Eine Streife der Bundespolizei machte sich sofort auf den Weg zum Bahnsteig 12 am Hauptbahnhof Halle. Trotz lauter Ansprache und leichtem Rütteln auf den jungen Mann reagierte dieser nicht. Plötzlich schreckte er hoch und schlug um sich. Nachdem sich die Beamten als Polizeivollzugsbeamte vorgestellt hatten, kam es zu einem unvermittelten Angriff des Mannes, der massiven Widerstand leistete. Er versuchte, die Beamten durch Kopfstöße und Beißen zu verletzen.

Festnahme und Folgen

Um den jungen Mann zu bändigen, mussten weitere Beamte hinzugezogen werden. Schließlich gelang es den Polizeibeamten, ihn auf den Boden zu bringen und zu fesseln, bevor er zum nahegelegenen Bundespolizeirevier mitgenommen wurde. Ein Drogenschnelltest ergab ein positives Ergebnis auf Kokain. Bei den Auseinandersetzungen wurde eine Beamtin leicht an ihrer Oberlippe verletzt, bleibt jedoch dienstfähig.

Der algerische Staatsangehörige sieht sich nun Strafanzeigen wegen tätlichem Angriff auf sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung gegenüber.

Quelle: Pressemeldung der Polizei