Die Weinerzeugung in Deutschland verzeichnet im Jahr 2025 einen spürbaren Rückgang. Wetterbedingte Einflüsse und eine verringerte Anbaufläche haben zu einer insgesamt niedrigeren Menge geführt, während der Anteil an Prädikatsweinen gleichzeitig deutlich gestiegen ist.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 30. März 2026 bekanntgab, sank die Weinerzeugung in Deutschland auf 7,55 Millionen Hektoliter. Dies entspricht einem Rückgang von 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr und einem signifikanten Rückgang von 10 % im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024. Besonders herausfordernd waren die Witterungsbedingungen, vor allem die hohen Niederschläge im September, die die Qualität der Trauben beeinträchtigten und den Leszeitraum verkürzten. Diese Faktoren wirkten sich insbesondere in den bedeutendsten Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz aus, wo die Ernten stark zurückgingen.

Regionale Unterschiede in der Erzeugung

In Rheinhessen betrug die Weinerzeugung im Jahr 2025 rund 2,10 Millionen Hektoliter, was einem Rückgang von 13,8 % entspricht. In der Pfalz lag die Produktion bei 1,53 Millionen Hektolitern und verzeichnete sogar einen Rückgang von 14,3 %. Demgegenüber konnte die Mosel ein Plus von 12 % auf 1,27 Millionen Hektoliter verbuchen, bedingt durch eine starke Nachfrage von Handelskeltereien, die Trauben aus anderen Anbauregionen verarbeiteten.

Die Entwicklung in anderen Weinbaugebieten fiel unterschiedlich aus. Während die Weinerzeugung in Württemberg um 11 % auf 741.100 Hektoliter stieg, verzeichnete das Weinanbaugebiet Franken einen Zuwachs von 21,1 % auf 366.000 Hektoliter. Besonders bemerkenswert sind die Zuwächse in Sachsen und an der Ahr, wo die Produktion um 227,9 % und 71,2 % angestiegen ist.

Steigender Anteil von Prädikatswein

Insgesamt wurde die Weinerzeugung 2025 durch verschiedene Faktoren beeinflusst, insbesondere durch die Witterungsverhältnisse und die Anbauflächen. Die anhaltende Nachfrage nach hochwertigen Prädikatsweinen zeigt jedoch, dass in der deutschen Weinwirtschaft auch in schwierigen Zeiten Potenzial vorhanden ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt