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Google verknüpft sein KI-News-Programm offenbar mit weitreichenden Nutzungsrechten. Verlage riskieren dadurch mehr Abhängigkeit und weniger Verhandlungsmacht.
Wie heise.de bekannt gab, erhöht Google bei einem neuen KI-Pilotprogramm für Google News offenbar den Druck auf Verlage: Wer teilnehmen will, soll dem Konzern weitreichende Rechte zur Nutzung redaktioneller Inhalte einräumen, möglicherweise auch für das Training von KI-Modellen.
Rechte gegen Sichtbarkeit
Das Programm soll Verlagen neue KI-Funktionen in Google News eröffnen, darunter automatisch erzeugte Artikelübersichten und Audio-Briefings mit Quellen und Links zu den Originalartikeln. Der Preis dafür ist hoch: Nach dem Bericht von The Information verlangt Google offenbar deutlich mehr Nutzungsrechte, als der Konzern öffentlich bislang kommuniziert hatte.
Besonders brisant ist der Bezug zu Google Showcase. Dieses ältere Lizenzprogramm vergütet Verlage für kuratierte Inhalte in Google News und anderen Diensten. Nach Darstellung des Berichts sollen Showcase-Teilnehmer für das neue KI-Programm zwar weiter dieselbe jährliche Zahlung erhalten, aber nur solange Showcase fortgeführt wird. Google soll einigen Verlagen bereits signalisiert haben, dass das Programm auslaufen könnte.
Druckmittel mit Folgen für die Branche
Damit entsteht ein enger Korridor: Wer die bisherige Vergütung sichern will, muss sich womöglich auf Googles neue KI-Bedingungen einlassen. Einige Verlage zögern laut Bericht gerade deshalb, weil sie umfassende Rechte abtreten sollen, ohne dafür mehr als eine Pauschale zu erhalten.
Die heise.de weist darauf hin, dass diese Entwicklung in einen größeren Trend fällt. Googles KI-Suche, vor allem die AI Overviews, beantwortet Anfragen zunehmend direkt in der Trefferliste und schwächt damit den Anreiz, auf die Seiten der Verlage zu klicken. Parallel greift die britische Wettbewerbshüterin CMA ein und will Verlagen dort mehr Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte für KI-Funktionen geben.
Für Medienhäuser verschärft sich damit der Druck, ihre Erlöse weniger von Google-Traffic abhängig zu machen und stärker auf direkte Leserbeziehungen zu setzen. Der Konflikt um Inhalte, Reichweite und Vergütung dürfte sich mit der weiteren Ausbreitung von KI-Suche eher zuspitzen als entschärfen.
Quelle: heise.de