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KI-Steuer, strengere Aufsicht, Blockaderechte: Anthropic-Chef Amodei fordert Regeln, die auch sein eigenes Unternehmen treffen.
Wie t3n bekannt gab, will Dario Amodei die Politik auf mögliche Jobverluste durch KI vorbereiten. Im Raum stehen höhere Steuern für KI-nahe Unternehmen und neue Eingriffe des Staates, falls Modelle als zu riskant gelten.
Steuerdruck und strengere Eingriffe rücken näher
Amodei schlägt vor, die wirtschaftlichen Folgen von KI über regulatorische und steuerliche Maßnahmen abzufedern. Dazu zählen nach Angaben von t3n höhere Kapitalertragssteuern oder eine stärkere Besteuerung „relevanter Unternehmen“, falls der KI-Einsatz zu einem massiven Beschäftigungsabbau führt.
Für die Praxis heißt das: Die politische Debatte verschiebt sich von reiner Innovationsförderung hin zu Abgaben, Auflagen und möglicher Haftungsverschärfung. Besonders Firmen mit starkem KI-Einsatz müssen sich darauf einstellen, dass ihre Geschäftsmodelle künftig stärker als Verursacher sozialer Folgekosten betrachtet werden.
Auch Anthropic selbst wäre betroffen
Die Forderung kommt nicht von außen, sondern vom Chef eines der führenden KI-Unternehmen. Amodei will mit den Steuereinnahmen unter anderem ein bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren und zugleich Sicherheitsrisiken begrenzen.
Nach Angaben von t3n sieht sein Vorschlag vor, dass Regierungen KI-Modelle blockieren oder verhindern können, wenn diese ein erhebliches Risiko für katastrophale Schäden darstellen. Der Maßstab dafür soll laut Amodei eher an strenge Aufsicht wie bei der US-Luftfahrtbehörde FAA erinnern als an lockere Innovationspolitik.
Der Vorstoß ist auch ein Signal an die Branche: Die politische Reaktion auf KI könnte schneller und härter ausfallen, als vielen Unternehmen lieb ist. Wer heute auf Automatisierung setzt, muss zunehmend mit Gegenwind aus Regulierung und Fiskus rechnen.
Quelle: t3n