Im ersten Quartal 2026 meldet das IAB 1,15 Millionen offene Stellen. Gegenüber dem Vorquartal sank die Zahl um 105.800.

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt damit nach Einschätzung des Instituts auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 lag die Zahl der offenen Stellen um 23.800 niedriger, also rund 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Weniger offene Stellen, mehr Konkurrenz um Personal

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung waren in Westdeutschland 919.000 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland 234.200. Rund 79 Prozent der Stellen waren sofort zu besetzen, waren also zum Erhebungszeitpunkt bereits unbesetzt.

Bundesweit kamen auf 100 von Betrieben ausgeschriebene offene Stellen durchschnittlich 264 arbeitslos gemeldete Personen. Das waren 13 mehr als im Vorjahresquartal und 33 mehr als im Vorquartal. Das IAB führt den Anstieg sowohl auf den Rückgang der offenen Stellen als auch auf eine gestiegene Zahl Arbeitsloser zurück.

Passungsprobleme bleiben sichtbar

Nach Einschätzung von IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis spiegelt das Verhältnis von Arbeitslosen zu offenen Stellen einen weiterhin schwachen Arbeitsmarkt wider. Zugleich verweist das Institut auf berufs- und anforderungsspezifische Passungsprobleme.

So erforderten im vierten Quartal 2025 laut IAB lediglich 24 Prozent der offenen Stellen keinen Berufsabschluss, das entsprach rund 304.700 Stellen. Gleichzeitig suchten 2,23 Millionen Personen, also fast die Hälfte der Arbeitssuchenden, nur im Helferbereich eine neue Beschäftigung.

Die IAB-Stellenerhebung basiert seit 1989 auf einer regelmäßigen Betriebsbefragung und erfasst das gesamte Stellenangebot, also auch nicht bei den Arbeitsagenturen gemeldete Positionen. Im ersten Quartal 2026 lagen Antworten von 9.342 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor.

Für Unternehmen bleibt der Markt damit angespannt, auch wenn die Zahl der offenen Stellen weiter zurückgeht. Das IAB verweist auf eine anhaltend niedrige Arbeitskräftenachfrage und deutliche Besetzungsprobleme zwischen den gesuchten Qualifikationen und dem verfügbaren Arbeitskräfteangebot.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Bild: KI-generiertes Symbolbild