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Der Mittelstand tritt weiter auf der Stelle: Umsätze steigen im April nur um 1,2 Prozent, Löhne aber deutlich stärker. Für Betriebe bleibt der Kostendruck hoch.
Wie die Datev eG, Nürnberg, bekannt gab, setzt sich die Umsatzstabilisierung im deutschen Mittelstand zwar fort – eine breite Erholung ist daraus aber noch nicht abzulesen. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex lag im April bei 98,4 Punkten, leicht unter dem Vormonat und 1,2 Prozent über Vorjahr.
Gastgewerbe stützt, Baugewerbe bremst
Die Entwicklung bleibt damit uneinheitlich. Den stärksten Zuwachs verzeichnete das Gastgewerbe mit plus 7,1 Prozent, wobei die Datev eG auf Sondereffekte wie eine schwache Vorjahresbasis und die geltende Mehrwertsteuersenkung hinweist.
Am anderen Ende stand das Baugewerbe mit minus 6,1 Prozent. Auch zwischen den Unternehmensgrößen zeigen sich Unterschiede: Kleine Unternehmen legten beim Umsatz um 3,1 Prozent zu, Kleinstunternehmen blieben weiter unter Vorjahresniveau.
Löhne steigen weiter, Beschäftigung sinkt leicht
Der Kostendruck nimmt zugleich weiter zu. Der Lohnindex erreichte 124,8 Punkte und lag 4,9 Prozent über dem Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Anstieg im Gastgewerbe aus, regional führte Berlin mit plus 6,1 Prozent.
Die Beschäftigung entwickelte sich dagegen schwächer: Der Beschäftigungsindex sank im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent. Vor allem mittlere Unternehmen bauten Personal ab, während Kleinstunternehmen leicht aufstockten.
Für die Unternehmen ergibt sich damit vor allem ein bekanntes Bild: leicht bessere Erlöse treffen auf weiter steigende Personalkosten und eine fragile Beschäftigungslage. Von einer Trendwende im Mittelstand spricht Datev nicht.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild