Mittelstand weiter unter Druck: Umsatz minus 4,1 Prozent, Beschäftigung sinkt. Löhne bleiben Kostentreiber – Entlastung ist nicht in Sicht.

Wie die Datev eG, Nürnberg bekanntgab, setzt sich der Beschäftigungsabbau im Mittelstand fort. Im November-Report zeigte sich in fast allen Branchen erneut eine rückläufige Tendenz; die Beschäftigung ging den zweiten Monat in Folge zurück.

Auch beim Umsatz bleibt die Lage angespannt: Im Oktober lag der saison- und kalenderbereinigte Wert laut Datev 4,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zwar fiel der Rückgang etwas weniger stark aus als in den Monaten zuvor, von einer Trendwende ist aber keine Rede.

Mittlere Unternehmen stabilisieren sich leicht, kleine bleiben unter Druck

Einziger Lichtblick ist die Entwicklung bei Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten. Sie verzeichneten im Vorjahresvergleich einen leichten Umsatzanstieg von 1,2 Prozent.

Kleinst- und Kleinunternehmen leiden dagegen nach Angaben der Datev weiter unter stark rückläufigen Umsätzen – und das bereits seit über zwei Jahren. Der Umsatzindex über alle Branchen und Größen legte im Oktober zwar leicht um 0,3 Punkte auf 92,2 Punkte zu, das ändert aber nichts am belasteten Gesamtbild.

Auch die Personalkosten bleiben ein Thema: Der Lohnindex stieg im Vergleich zum Vormonat auf 112,4 Punkte, die Löhne und Gehälter lagen 5,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Zugleich stagnierte der Beschäftigungsindex im Monatsvergleich bei 101,5 Punkten, im Vorjahresvergleich sank er um 0,3 Prozent.

Die Daten zeigen damit vor allem eines: Der Mittelstand arbeitet weiter unter hohem wirtschaftlichem Druck. Wer Investitionen, Personalplanung oder Preisanpassungen vor sich hat, muss mit einem Umfeld rechnen, in dem Umsätze schwächeln und Kosten weiter steigen.

Ein Ende der Belastungen ist nach der aktuellen Datenlage nicht erkennbar. Die Datev verweist auf weitere Details zu Branchen, Bundesländern und Unternehmensgrößen im Mittelstandsindex.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild