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Mittelstand startet ohne Aufschwung ins neue Jahr: Umsätze sinken, der Handel bleibt schwach, nur im Bau gibt es ein kleines Plus.
Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, hat sich die Lage im Mittelstand zum Jahresende nicht stabilisiert. Im Dezember sanken die Umsätze saison- und kalenderbereinigt um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Weihnachtsgeschäft verfehlt den Handel erneut
Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche im Handel: Dort lag die Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich bei minus 1,3 Prozent. Eine Belebung durch das Weihnachtsgeschäft blieb damit aus.
Nach Angaben von DATEV sind vor allem Kleinst- und kleine Unternehmen von der anhaltenden Kaufzurückhaltung, steigenden Kosten und dem strukturellen Wandel betroffen. Der Umsatzindex fiel gegenüber dem Vormonat um 2,2 Punkte auf 89,9 Punkte.
Löhne steigen weiter, Beschäftigung sinkt
Während die Erlöse nachgeben, kletterte der Lohnindex im Dezember um 0,4 Punkte auf 116,8 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent höher und damit weiter über der allgemeinen Preisentwicklung.
Bei der Beschäftigung setzte sich der Abwärtstrend fort. Der Beschäftigungsindex sank auf 100,8 Punkte; gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Rückgang von 1,1 Prozent. Besonders betroffen sind das Verarbeitende Gewerbe und die Gastronomie.
Eine Ausnahme bleibt das Baugewerbe, das ein leichtes Umsatzplus verzeichnete. Insgesamt spricht der Index dennoch für eine weiter angespannte Lage im Mittelstand. DATEV-Chef Robert Mayr spricht von einem weiteren verlorenen Jahr für den Mittelstand.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild