Der Mittelstand bleibt unter Druck: Im Mai sanken die Umsätze laut Datev erneut um 1,4 Prozent zum Vorjahr. Besonders Handel, Bau und Industrie schwächeln – nur das Gastgewerbe legt leicht zu.

Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, hat sich die Umsatzschwäche im Mittelstand im Mai fortgesetzt. Die saison- und kalenderbereinigten Erlöse der kleinen und mittleren Unternehmen lagen 1,3 Prozent unter dem Vormonat und 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Handel, Bau und Industrie verlieren deutlich

Besonders belastet sind laut Datev der Handel mit minus 6,5 Prozent, das Baugewerbe mit minus 5,8 Prozent und das Verarbeitende Gewerbe mit minus 4,2 Prozent. Damit bleibt der Gegenwind für viele Betriebe in den klassischen Mittelstandsbranchen unverändert stark.

Ein Gegenakzent kommt nur aus dem Gastgewerbe: Dort stiegen die Umsätze um 2,0 Prozent. Datev weist allerdings darauf hin, dass ein zusätzlicher Feiertag im Vergleich zum Vorjahresmonat den Wert mit beeinflusst haben dürfte.

Kleine Betriebe spüren die Schwäche am stärksten

Nach Unternehmensgrößen zeigen sich vor allem Kleinstunternehmen unter Druck. Ihre Umsätze lagen 5,0 Prozent unter dem Vorjahr. Kleine Unternehmen verzeichneten ein Minus von 0,9 Prozent, mittlere Unternehmen ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Auch bei Löhnen und Beschäftigung bleibt die Lage angespannt, wenn auch ohne neue Zuspitzung. Die Löhne und Gehälter stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent, die Beschäftigung blieb nahezu stabil und lag saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent unter dem Vormonat und dem Vorjahr.

Das Muster ist damit klar: Der Mittelstand kommt trotz stabiler Beschäftigung bislang nicht aus der Umsatzflaute heraus. Solange die Erlöse in mehreren Kernbranchen sinken, bleibt der Spielraum für Investitionen und Planung eng.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild