Kleine Firmen liefern im Mittelstand etwas Umsatz, doch steigende Löhne und schwache Beschäftigung bremsen die Erholung.

Wie Datev eG, Nürnberg bekannt gab, stieg der Umsatz im Mittelstand im März 2026 gegenüber dem Vorjahr nur um 0,2 Prozent. Der Druck bleibt hoch: Die Löhne und Gehälter legten zugleich um 6,5 Prozent zu, die Beschäftigung kam insgesamt kaum voran.

Kleine Unternehmen stützen den Umsatz – Kleinstbetriebe bremsen

Die Daten zeigen ein gespaltenes Bild. Kleine Unternehmen mit zehn bis 49 Mitarbeitenden steigerten ihre Umsätze im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent. Kleinstunternehmen verzeichneten dagegen ein Minus von 3,8 Prozent.

Auch im Monatsvergleich fällt das Bild nur leicht besser aus: Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex kletterte um 1,0 Prozent auf 97,0 Punkte. Von einer breiten Erholung kann laut DATEV aber keine Rede sein.

Höhere Kosten treffen auf schwache Dynamik

Besonders belastend bleibt die Lohnentwicklung. Im Baugewerbe schnellten die Löhne und Gehälter um 7,9 Prozent nach oben, insgesamt lag das Plus bei 6,5 Prozent. Gleichzeitig entwickelt sich die Beschäftigung in Deutschland nur verhalten.

Regional fällt die Lage auseinander: In Ostdeutschland ging die Beschäftigung durchgängig zurück, in Sachsen-Anhalt besonders deutlich um 1,5 Prozent. Nach Angaben der DATEV eG deutet das auf einen Mittelstand hin, der zwischen steigenden Kosten und nur zögerlichen Umsatzimpulsen festhängt.

Branchen ziehen nur punktuell an

Einzelne Sektoren legten zwar zu, gestützt auch durch eine niedrige Vergleichsbasis. Das Verarbeitende Gewerbe erreichte ein Umsatzplus von 3,6 Prozent, das Baugewerbe 2,6 Prozent und der Handel 1,9 Prozent.

Der Befund bleibt dennoch nüchtern: Umsatzimpulse kommen bislang vor allem aus kleineren Unternehmen, während der Kostendruck weiter steigt. Spielraum für Planung, Investitionen und Personalaufbau entsteht daraus kaum.

Die Datev eG, Nürnberg weist damit auf ein weiterhin unausgewogenes Umfeld für den Mittelstand hin. Wachstum ja, Entlastung nein – das ist die Botschaft des April-Index.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild