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Der Mittelstand startet schwach ins vierte Quartal: Umsatz und Beschäftigung sinken, nur die Löhne steigen. Besonders Gastronomen und Kleinstunternehmen geraten unter Druck.
Wie die Datev eG, Nürnberg, bekannt gab, schrumpfte die mittelständische Wirtschaft in Deutschland im Oktober weiter. Der Umsatz lag saison- und kalenderbereinigt 0,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat; gleichzeitig sank der Beschäftigungsindex im November um 0,7 Prozent auf 101,0 Punkte.
Besonders hart trifft es das Gastgewerbe und Kleinstunternehmen. Im Monatsvergleich fiel der Umsatz im Gastgewerbe um 5,5 Prozent, bei Kleinstunternehmen um 5,0 Prozent. Auch Bauhauptgewerbe und Handel lagen im Minus. Nur der Dienstleistungssektor kam auf ein leichtes Plus von 0,5 Prozent.
Umsatzdruck trifft breite Teile des Mittelstands
Im Vergleich zum Vormonat legte der Umsatzindex zwar um 0,4 Prozent auf 91,2 Punkte zu, doch das ändert am schwachen Jahresvergleich wenig. Die Preise sind in dieser Entwicklung nicht eingerechnet, sodass der reale Rückgang noch deutlicher ausfällt.
Die Datev eG verweist darauf, dass die Belastung nicht auf einzelne Nischen beschränkt bleibt: Der Beschäftigungsrückgang zieht sich durch alle Branchen und Unternehmensgrößen. Lediglich bei mittleren Unternehmen stieg die Beschäftigung um 2,0 Prozent, allerdings langsamer als in den Vormonaten.
Löhne steigen weiter schneller als die Preise
Der Lohnindex kletterte im November um 3,8 Prozent auf 116,7 Punkte. Laut DATEV steigen die Löhne in allen Branchen, Unternehmensgrößen und Bundesländern weiter deutlich.
Für mittelständische Betriebe bedeutet das zusätzlichen Kostendruck in einer Phase, in der Umsatz und Beschäftigung bereits nachgeben. DATEV-Chef Prof. Dr. Robert Mayr fordert daher weitere kurzfristige Stabilisierungsmaßnahmen und ein klares Reformsignal der Politik.
Der November-Report zeichnet damit ein klares Bild: Der Mittelstand bleibt zum Start ins vierte Quartal unter Druck, während die Personalkosten weiter steigen. Das verschärft die Lage gerade dort, wo Margen ohnehin schon eng sind.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild