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Der Mittelstand startet weiter schwach ins Jahr 2026: Umsätze und Beschäftigung sinken, ein Erholungssignal fehlt. Löhne steigen dennoch weiter.
Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, ist der deutsche Mittelstand im Januar 2026 verhalten ins Jahr gestartet. Der Umsatzindex lag zwar saison- und kalenderbereinigt 1,5 Prozent über dem Vormonat, im Jahresvergleich aber weiter 0,7 Prozent im Minus. Auch die Beschäftigung entwickelte sich leicht rückläufig.
Umsatz unter Druck, vor allem im Verarbeitenden Gewerbe
Den stärksten Rückgang verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe mit minus 4,8 Prozent. Das Gastgewerbe verharrte auf dem schwachen Niveau der Vormonate. Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, spricht daher von einem verhaltenen Start und sieht derzeit keine belastbaren Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.
Für die Praxis heißt das: Planungen für Absatz, Personal und Kosten bleiben auf vorsichtigem Kurs. Der Mittelstandsindex zeigt keine Trendwende, sondern ein Umfeld mit anhaltendem Druck auf Erlöse und Beschäftigung.
Löhne steigen, Jobs bleiben unter Vorjahr
Bei Löhnen und Gehältern meldet DATEV hingegen ein anhaltendes Plus. Sie lagen im Januar 3,9 Prozent über dem Vorjahreswert, getrieben vor allem von der Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Gastgewerbe mit 6,1 Prozent und bei den Sonstigen Dienstleistungen mit 5,8 Prozent aus.
Die Beschäftigung blieb im Monatsvergleich nahezu stabil, lag aber 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Gastgewerbe war der Rückgang mit minus 3,2 Prozent am stärksten. Nach Unternehmensgröße zeigten sich die mittleren Unternehmen als einzige Gruppe mit einem Beschäftigungsplus von 2,4 Prozent; in Kleinst- und kleinen Unternehmen gingen Jobs verloren.
Der Befund ist klar: Die Kostenseite bleibt unter Spannung, während die Erlösseite nicht mitzieht. Wie Datev eG, Nürnberg hervorhebt, stützt derzeit vor allem der Beschäftigungsaufbau in mittleren Unternehmen den Arbeitsmarkt im Mittelstand.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild