DATEV meldet leicht höhere Mittelstandumsätze im November, doch der Beschäftigungsabbau setzt sich fort. Für Chefs bleibt der Befund eher Warnsignal als Wende.

Die Datev eG, Nürnberg weist darauf hin, dass der Mittelstand im November zwar mehr umgesetzt hat, von Entspannung aber keine Rede sein kann. Der Umsatzindex stieg saison- und kalenderbereinigt um 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat auf 93 Punkte.

Mehr Umsatz, aber kein Kurswechsel

Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, spricht laut Mitteilung von einem „positiven Signal – mehr aber auch nicht“. Der Hintergrund: Nach einer schwachen Umsatzentwicklung im laufenden Jahr bleibt der moderate Zuwachs zu klein, um von einer Trendwende zu sprechen.

Besonders deutlich wird das an der Beschäftigung. Der Beschäftigungsindex sank um 1,7 Prozent auf 100,1 Punkte. In fast allen Branchen wird weiter abgebaut; besonders betroffen sind Bauhauptgewerbe, Verarbeitendes Gewerbe und erneut die Gastronomie.

Belastung bleibt in einzelnen Branchen hoch

Die Umsatzentwicklung fiel im November zwar in nahezu allen Branchen besser aus als zuvor, im Dienstleistungssektor und im Bauhauptgewerbe sogar spürbar. Im Gastgewerbe blieb der Druck jedoch hoch: Dort fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erneut um 4,0 Prozent.

Auch nach Unternehmensgröße zeigt sich kein einheitliches Bild. Kleinstunternehmen mussten weitere Rückgänge hinnehmen, während kleine und mittlere Unternehmen leichte bis deutliche Zuwächse verzeichneten. Die Löhne legten zugleich um 4,6 Prozent auf 116,6 Punkte zu und stiegen laut DATEV in allen Branchen, Bundesländern und Unternehmensgrößen.

Für den Mittelstand bleibt damit die Lage angespannt: mehr Umsätze helfen zwar, ändern aber nichts daran, dass die Beschäftigung weiter unter Druck steht. Nach Angaben der DATEV eG, Nürnberg spricht der aktuelle Index deshalb eher für Stabilisierung im schwachen Umfeld als für eine wirtschaftliche Wende.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild