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Der Mittelstand ersetzt Jobs zunehmend durch flexible Beschäftigung. Besonders Minijobs und kurzfristige Einsätze gewinnen, während reguläre Stellen unter Druck geraten.
Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, verschiebt sich die Personalstruktur im deutschen Mittelstand seit Mitte 2024 spürbar. Hintergrund ist die schwächere Konjunktur: Der Beschäftigungsaufbau geht zurück, zugleich gewinnen flexible und atypische Modelle an Gewicht.
Reguläre Stellen bleiben dominierend, verlieren aber an Boden
In mittleren Unternehmen liegt der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zwar weiterhin bei 87,6 Prozent der Vollzeitäquivalente, doch der Trend zeigt nach unten. Gleichzeitig steigen Minijobs und die Beschäftigung von Altersrentnern leicht an. In kleinen Unternehmen ist diese Verschiebung bereits stärker sichtbar.
Besonders deutlich fällt die Entwicklung in Kleinstunternehmen aus: Dort beträgt der Anteil regulärer Beschäftigung nur noch 63,7 Prozent. Minijobs, kurzfristige Beschäftigung und Rentnerbeschäftigung prägen dort einen erheblichen Teil der Personalstruktur.
Schwächere Konjunktur schlägt auf die Personalplanung durch
Die Datev-Auswertung zeigt außerdem: Seit Ende 2023 geht die Beschäftigung in KMU insgesamt zurück. Der DATEV-Beschäftigungsindex sinkt seither im Schnitt um 0,3 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote in Deutschland bis April 2026 auf 6,4 Prozent gestiegen, rund drei Millionen Menschen waren arbeitslos gemeldet.
Für Geschäftsführer heißt das: Der Spielraum, Personal allein über klassische unbefristete Stellen aufzubauen, wird enger. Flexible Beschäftigung dient vielen Betrieben inzwischen als Puffer gegen die schwache Nachfrage. Die Datev eG warnt zugleich davor, dass daraus kein dauerhafter Ersatz für verlässliche Beschäftigung werden sollte.
Der Mittelstand bleibt damit zwar eine Stütze des Arbeitsmarkts, passt seine Strukturen aber sichtbar an. Wer Personal plant, muss die Mischung aus regulärer Beschäftigung und flexiblen Modellen künftig stärker im Blick behalten.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild