Der Mittelstand gerät im März unter Druck: Umsatz minus 4,5 Prozent, zugleich steigen Löhne weiter. Für viele Betriebe verschärft das die Margenlage.

Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, hat sich die konjunkturelle Lage im deutschen Mittelstand im März 2025 deutlich verschlechtert. Der saison- und kalenderbereinigte Mittelstandsindex fiel auf 90,8 Punkte.

Besonders belastend: Über alle Branchen hinweg gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Am stärksten traf es das Bauhauptgewerbe mit minus 5,8 Prozent, das Gastgewerbe mit minus 5,5 Prozent und das Verarbeitende Gewerbe mit minus 4,1 Prozent.

Umsatzschwäche trifft auf höhere Personalkosten

Auch gegenüber Februar 2025 zeigte sich keine Entspannung. Die Umsätze sanken branchenübergreifend um 1,8 Prozent. Zugleich stiegen die durchschnittlichen Löhne und Gehälter im Mittelstand gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 113,5 Punkte.

Das belastet die Ertragslage vieler Unternehmen doppelt: sinkende Erlöse bei weiter steigenden Kosten. Die Datev eG verweist zudem darauf, dass die Beschäftigung weiterhin zurückgeht. Der Beschäftigungsindex lag im März 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Beschäftigung sinkt in fast allen Größenklassen

Der Stellenabbau zieht sich laut Datev durch nahezu alle Unternehmensgrößen. Die durchschnittliche Zahl der Stellen sank in kleinsten Unternehmen um 1,3 Prozent, in kleinen um 0,6 Prozent und in mittleren um 0,1 Prozent.

DATEV-Chef Robert Mayr sieht darin ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort. Nach seiner Einschätzung ist nun entschlossenes politisches Handeln gefragt – schnell, wirksam und unbürokratisch.

Der April-Report des DATEV Mittelstandsindex bestätigt damit ein klares Bild: Der Mittelstand kommt bei Umsatz, Kosten und Beschäftigung gleichzeitig unter Druck. Für die Unternehmen dürfte damit vor allem die Frage drängender werden, wie sich Margen und Personalbestand in einem schwächeren Umfeld stabil halten lassen.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild