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Im Mittelstand sank das Umsatzwachstum im Quartal um 2,6 Prozent. Für Geschäftsführer zählt jetzt vor allem, wo Nachfrage schon trägt – und wo nicht.
Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, lief das erste Quartal 2025 für viele kleine und mittlere Unternehmen regional sehr unterschiedlich. Deutschlandweit lag das mittlere Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich bei minus 2,6 Prozent; in rund 80 Prozent der Landkreise gingen die Umsätze zurück.
Wachstum entsteht nur noch in wenigen Regionen
Besonders stark entwickelten sich Straubing mit plus 10,6 Prozent, Frankfurt (Oder) mit plus 7,1 Prozent und Bremerhaven mit plus 5,8 Prozent. Auch Emsland, Worms und Cloppenburg lagen mit Zuwächsen von jeweils mehr als fünf Prozent deutlich über dem Bundestrend.
Die Datev eG verweist dabei auf lokale Treiber wie Neuansiedlungen, Logistikausbau, Hafenumschlag, stabile Bauprojekte und eine robuste industrielle Basis. Für Mittelständler zeigt das vor allem eines: Standort und Branchenmix prägen die Umsatzlage derzeit stärker als ein allgemeiner konjunktureller Auftrieb.
Schwache Regionen bleiben für den Mittelstand das größere Risiko
Die Mehrzahl der Landkreise kam dagegen im Vorjahresvergleich nicht aus dem Minus. Nach Angaben von Datev trifft die Schwäche vor allem Regionen mit strukturellen Belastungen oder einer hohen Abhängigkeit von einzelnen Wirtschaftszweigen.
Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der Datev eG, sagt dazu: „Der sich abzeichnende wirtschaftliche Aufschwung kommt regional sehr unterschiedlich an.“ Seine Botschaft an den Mittelstand ist klar: Wer investieren, Personal aufbauen oder neue Märkte erschließen will, sollte die regionale Nachfrage sehr genau prüfen.
Die Sonderauswertung basiert auf Umsatzsteuervoranmeldungen und dem mittleren Umsatzwachstum je Landkreis. Sie liefert damit einen belastbaren Blick darauf, wo sich Geschäft schon wieder belebt – und wo die Lage für den Mittelstand weiter angespannt bleibt.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild