Der Mittelstand rutscht weiter ab: Der Umsatz sinkt um 2,7 Prozent, auch bei mittleren Firmen. Zugleich steigen die Löhne, während Jobs leicht verloren gehen.

Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Mittelstands im Oktober 2025 erneut. Der DATEV Mittelstandsindex fiel saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr auf 90 Punkte, nach einem Rückgang des Umsatzes um 2,7 Prozent.

Besonders belastend: Der Umsatz schrumpfte in allen Branchen und allen Bundesländern. Damit ist die Schwäche nicht mehr auf kleine Betriebe begrenzt, sondern hat auch die mittelgroßen Unternehmen erreicht.

Umsatzschwäche trifft Breite des Mittelstands

Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Umsatz um 2,8 Prozent, im Handel um 3,1 Prozent. Im Gastgewerbe setzte sich der Negativtrend fort; dort lag das Minus bei 4,5 Prozent.

DATEV-Chef Robert Mayr sprach von einem Reformstau, der der Wirtschaft an die Substanz gehe. Nach der ausgebliebenen Sommerbelebung stelle der Herbst den Mittelstand vor spürbare Herausforderungen.

Höhere Löhne, weniger Beschäftigung

Während die Erlöse schwächeln, steigt der Lohnindex weiter: Er legte im September gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf 115,8 Punkte zu. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Plus von 0,3 Prozent.

Beim Beschäftigungsindex zeigt sich ein leichter Rückgang um 0,1 Prozent auf 101,6 Punkte. Besonders deutlich fällt das Minus im Gastgewerbe mit 3,6 Prozent und im Bauhauptgewerbe mit 1,9 Prozent aus.

Mittlere Unternehmen bauen im Vorjahresvergleich zwar weiter Beschäftigung auf, aber deutlich schwächer als zuvor: plus 3,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat sank der Index dort um 0,5 Prozent.

Die Datev eG verweist auf eine weiterhin breite Eintrübung der Lage. Für Betriebe bleibt damit der Druck hoch, Kosten, Personalplanung und Investitionen eng auf Sicht zu steuern.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild