DATEV meldet im November 2024 weiter sinkende Mittelstandserlöse. Besonders Kleinstbetriebe geraten unter Druck, während Beschäftigung und Kosten die Lage zusätzlich belasten.

Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, hat sich die wirtschaftliche Lage des Mittelstands im November weiter eingetrübt. Der Umsatz lag saison- und kalenderbereinigt 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau; besonders problematisch bleibt die Situation der Kleinstbetriebe mit einem Minus von 6,8 Prozent.

Ein Lichtblick kommt von den mittleren Unternehmen, deren Umsätze im Vorjahresvergleich um 2,5 Prozent zulegten. Bei kleinen Unternehmen verringerte sich der Rückgang auf 0,7 Prozent, während der Einzelhandel mit einem Minus von 1,6 Prozent erneut enttäuschte.

Kosten steigen, Beschäftigung bleibt unter Druck

Die Datev eG weist darauf hin, dass der Lohnindex im November um 3,8 Prozent über dem Vorjahr lag. Zwar fiel der Anstieg etwas schwächer aus als zuletzt, er bleibt aber über der allgemeinen Preisentwicklung und damit ein zentraler Kostentreiber.

Auch am Arbeitsmarkt entspannt sich die Lage nicht: Der Beschäftigungsindex stagnierte bei 101,6 Punkten und lag um 0,2 Prozent unter dem Vorjahr. Damit ging die Beschäftigung den dritten Monat in Folge zurück.

Für die Praxis heißt das: Wer im Mittelstand auf Sicht fährt, muss weiter mit schwacher Nachfrage, steigendem Kostendruck und vorsichtigen Personalentscheidungen rechnen. Eine Trendwende ist nach Einschätzung von DATEV-CEO Robert Mayr noch nicht in Sicht.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild