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Mittelständische Umsätze sinken im Juni um 5,5 Prozent. Für viele Firmen wird der Kostendruck damit erneut zum Risiko.
Wie die Datev eG, Nürnberg bekannt gab, sind die Umsätze im deutschen Mittelstand im Juni 2025 nach einer kurzen Stabilisierung wieder deutlich gefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag das Minus kalender- und saisonbereinigt bei 5,5 Prozent.
Kostendruck bleibt hoch, Beschäftigung kippt leicht ins Minus
Parallel dazu steigen die Löhne und Gehälter weiter kräftig: Der Lohnindex legte im Vorjahresvergleich um 5,0 Prozent zu und erreichte 115,0 Punkte. Damit bleibt der Personalaufwand ein spürbarer Belastungsfaktor, zumal die allgemeine Preisentwicklung weiterhin unter dem Lohnwachstum liegt.
Der Beschäftigungsindex sank zugleich um 0,3 Prozent auf 101,5 Punkte. Während mittlere Unternehmen im Juni Personal aufbauten, gingen die Beschäftigtenzahlen in kleinen und besonders in Kleinstunternehmen zurück.
Breiter Rückgang über Branchen und Regionen hinweg
Die Schwäche zieht sich laut Datev nahezu durch alle Branchen, Bundesländer und Größenklassen. Besonders deutlich fiel der Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe mit minus 7,0 Prozent aus; auch Verarbeitendes Gewerbe und Handel lagen jeweils 5,9 Prozent unter Vorjahr.
Regional stachen Baden-Württemberg mit minus 8,9 Prozent, Bayern mit minus 6,6 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit minus 6,0 Prozent hervor. Der DATEV Mittelstandsindex Umsatz fiel auf 90,3 Punkte.
Die Zahlen zeigen: Die kurze Entspannung im Vormonat hat sich nicht verstetigt. Für mittelständische Unternehmen bleibt damit vor allem die Frage, wie sie sinkende Erlöse, steigende Personalkosten und einen nur noch leicht rückläufigen Beschäftigungsstand zugleich auffangen.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild