Umsatzminus im Mittelstand: Laut Datev sinkt der Index im Dezember um 6,6 Prozent. Kleinstunternehmen trifft es am härtesten – die Kosten steigen weiter.

Die Datev eG, Nürnberg weist darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Lage des Mittelstands zum Jahresende 2024 nicht verbessert hat. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex lag im Dezember 6,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Kleinstunternehmen geraten besonders unter Druck

Am stärksten betroffen sind Kleinstunternehmen: Ihr Umsatz sank um 8,0 Prozent. Gleichzeitig ging dort auch die Beschäftigung um 1,5 Prozent zurück. In kleinen Unternehmen stieg die Beschäftigung dagegen um 0,7 Prozent, in mittleren um 1,9 Prozent; insgesamt legte der Beschäftigungsindex damit leicht um 0,1 Prozent zu.

Besonders schwach entwickelte sich der Dienstleistungssektor. Im Handel stagnierte der Umsatz trotz Weihnachtsgeschäfts gegenüber dem Vormonat und lag auch im Vorjahresvergleich mit minus 2,2 Prozent im roten Bereich. Wie Datev mitteilt, waren alle Branchen und Bundesländer von den Rückgängen betroffen.

Löhne steigen weiter und halten den Kostendruck hoch

Parallel dazu zog der Lohnindex im Dezember saison- und kalenderbereinigt um 1,2 Punkte auf 113,0 Punkte an. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Löhne 5,3 Prozent höher. Damit bleiben Löhne und Gehälter nach Angaben von Datev ein wachsender Kostenfaktor und entwickeln sich weiter schneller als die allgemeine Preisentwicklung.

Für mittelständische Betriebe heißt das: Die schwache Umsatzlage trifft auf weiter steigende Personalkosten. Wer auf eine Entlastung durch das Weihnachtsgeschäft gehofft hatte, wurde enttäuscht. Ein Umschwung ist in den aktuellen Daten nicht erkennbar.

Der DATEV Mittelstandsindex basiert laut Unternehmen auf anonymisierten Realdaten aus Umsatzsteuervoranmeldungen von mehr als einer Million mittelständischer Unternehmen sowie auf Lohnabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild