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Der Mittelstand tritt auf der Stelle: Umsatz plus 1,1 Prozent, Beschäftigung minus 0,4 Prozent. Besonders die Bauwirtschaft bleibt unter Druck.
Wie die Datev eG, Nürnberg, bekannt gab, stagniert die wirtschaftliche Lage kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland auf niedrigem Niveau. Für Geschäftsführer heißt das: keine Entwarnung, sondern weiter Margendruck bei zugleich schwächerem Personalaufbau.
Bauwirtschaft bleibt der größte Belastungsfaktor
Besonders angespannt ist die Lage in der Baubranche. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im Februar saison- und kalenderbereinigt nominal 7,0 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Im Vormonatsvergleich zeigt sich zwar ein leichtes Plus von 0,2 Prozent, doch von einer Trendwende kann keine Rede sein. Seit 19 Monaten verzeichnet die Bauwirtschaft laut Datev dramatische Umsatzrückgänge.
Etwas besser entwickelt sich das Gastgewerbe: Dort legten die Umsätze gegenüber einem sehr schwachen Vorjahresmonat um 7,4 Prozent zu. Das signalisiert jedoch eher Stabilisierung als breite Erholung.
Löhne steigen weiter, Beschäftigung schwächelt
Der Lohnindex stieg im Vorjahresvergleich um 4,1 Prozent auf 112,9 Punkte. Der Zuwachs verliert jedoch an Tempo und fällt branchenübergreifend unterschiedlich aus.
Der Beschäftigungsindex sank im Februar im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent auf 101,5 Punkte. Kleinstunternehmen bauen weiter Personal ab, während kleinere und mittlere Unternehmen noch leicht Stellen aufbauen konnten.
Damit bleibt der Arbeitsmarkt im Mittelstand zweigeteilt: Kosten für Personal steigen weiter, zugleich fehlt vielen Betrieben der Spielraum für zusätzliche Beschäftigung. Die Datev eG verweist auf Basis ihrer Februar-Daten auf eine anhaltende Stagnation der Konjunktur im Mittelstand.
Unterm Strich spricht der aktuelle Mittelstandsindex nicht für eine schnelle Erholung. Unternehmen müssen sich weiter auf schwache Baukonjunktur, steigende Personalkosten und eine nur zögerliche Umsatzbelebung einstellen.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild