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Im Mittelstand verschiebt sich die Beschäftigung: Flexible Modelle gewinnen, reguläre Jobs verlieren an Gewicht. Für Chefs steigt der Druck, Personalstrategien an die schwächere Konjunktur anzupassen.
Wie Datev eG, Nürnberg bekannt gab, verändert die seit Mitte 2024 spürbar schwächere Arbeitsmarktlage die Personalstruktur im deutschen Mittelstand. Zwar bleibt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung klar dominant, doch Minijobs, kurzfristige Einsätze und Rentnerbeschäftigung gewinnen als Puffer an Bedeutung.
Größere Firmen bauen eher ab, Kleinstunternehmen federn ab
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel in kleinen und mittleren Unternehmen: In mittleren Betrieben lag der Anteil sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im März 2026 noch bei 87,6 Prozent, nach 90,3 Prozent im Jahr 2022. Gleichzeitig stieg der Anteil geringfügig Beschäftigter auf rund 10 Prozent. Auch die Beschäftigung von Altersrentnern nimmt zu, bleibt aber auf niedrigem Niveau.
In kleinen und vor allem in Kleinstunternehmen fällt die Struktur deutlich gemischter aus. Dort haben geringfügige und kurzfristige Beschäftigung mehr Gewicht, während der Anteil regulärer Stellen bei Kleinstunternehmen auf 63,7 Prozent zurückgeht. In Vollzeitäquivalenten trugen Kleinstunternehmen über den gesamten Zeitraum leicht positiv zur Beschäftigung bei und dämpften damit den Rückgang bei größeren Mittelständlern.
Konjunkturschwäche trifft Beschäftigung spürbar
Die Datev eG verweist darauf, dass die Beschäftigung bei KMU seit Ende 2023 kontinuierlich sinkt. Der DATEV Beschäftigungsindex sei seither im Durchschnitt um 0,3 Prozent pro Jahr gefallen. Parallel sei die Arbeitslosenquote in Deutschland bis April 2026 auf 6,4 Prozent gestiegen.
Für den Mittelstand bedeutet das: Der Personalaufbau der vergangenen Jahre ist vorbei, Anpassungen laufen inzwischen vor allem über flexiblere Beschäftigungsformen. Die Politik müsse aus Sicht von DATEV darauf achten, dass Flexibilität nicht dauerhaft reguläre Beschäftigung ersetzt.
Die komplette Auswertung „DATEV Spotlight 3/2026 Beschäftigung im Mittelstand“ steht zum Download bereit. Weitere Analysen bietet DATEV über den Mittelstandsindex und die Plattform DATEV Economics an.
Quelle: Datev eG, Nürnberg
Bild: KI-generiertes Symbolbild